Sonderausstellung "Flucht und Vertreibung" - ein Thema, drei Ausstellungen

28.02.2017 - 26.03.2017

Beschreibung

Flucht und Vertreibung bewegt und verändert die Menschheit immer wieder aufs Neue. Gleich drei Ausstellungen sind im  Stadtmuseum in Neustadt an der Orla zu sehen, die sich diesem Thema widmen. Sie werfen den Blick zurück in die jüngere deutsche Geschichte und setzen sich mit aktuellem Zeitgeschehen auseinander. Zu sehen sind sie bis zum 26. März 2017 im Museum für Stadtgeschichte.

„Angekommen. Die Integration der Vertriebenen in Deutschland“ ist eine Wanderausstellung der Zentrum gegen Vertreibungen. Sie thematisiert die größte Zwangsmigration in der europäischen Geschichte, der Flucht und Vertreibung von 12 bis 15 Millionen Deutschen bis weit nach Ende des Zweiten Weltkrieges. Die Ausstellung zeigt den Weg von der Ankunft über die ersten Jahre durch die Wirtschaftswunderzeit bis hin zur Gegenwart. Die Veränderungen der gesamten deutschen Gesellschaft durch Flüchtlinge und Vertriebene in sozialen, konfessionellen und politischen Belangen werden ebenso präsentiert wie die Rahmenbedingungen, die dafür erkämpft wurden, seien es Rechtsstatus, Städtebau, Gedenkkultur oder die Pflege der eigenen kulturellen Wurzeln.
Die Ausstellung ist zum ersten Mal in Thüringen zu sehen. Sie wird präsentiert vom BdV - Bund der Vertriebenen mit Unterstützung des Bundesinnenministeriums.

Welche Auswirkungen die politischen und wirtschaftlichen Weichenstellungen und Entwicklungen der 1940er Jahre auf Neustadt an der Orla hatten, zeigt die zweite Ausstellung: „Heimat verloren! – Heimat gefunden? Wie Neustädter Flucht und Vertreibung erlebten.“ In Neustadt und der Umgebung mussten in den letzten Kriegsmonaten und nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges tausende Evakuierte, Vertriebene und Geflohene untergebracht werden. Sie kamen aus den Großstädten, aus Ballungszentren und vor allem aus den deutschen Ostgebieten. Archivmaterial zur Einwohnerentwicklung, den Lagern und der Integration konnte zusammengetragen und ausgewertet werden.
Wie wurde die Migration von den Entwurzelten erlebt, die plötzlich gezwungen waren, nach einem Ort zu suchen, an dem sie physisch und emotional ankommen, womöglich eine neue Heimat finden müssen? Wie müssen sich Ortsansässige gefühlt haben, die ihre Heimat auf einmal mit Fremden teilen mussten? Zwölf Zeitzeugen kommen zu Wort, die Auskunft darüber geben, was in Statistiken und Lagerberichten nicht geschrieben steht.

Die jüngste Flüchtlingskatastrophe ungleich anderen Ausmaßes und mit anderen Vorzeichen steht im Blickpunkt der dritten Ausstellung „Flüchtlinge heute. Bewegende Erinnerungen, Gedichte und Bilder von Flüchtlingen aus dem Saale-Orla-Kreis.“ Die Flüchtlinge von heute geben uns einen Einblick in ihre Gedankenwelt und machen ihre Flucht damit für uns erlebbar. Initiiert und organisiert wurde die Ausstellung vom InterPäd e.V. Der Verein fördert die sprachliche, schulische, berufliche und soziale Integration von Flüchtlingen und Menschen mit Migrationshintergrund im SOK und setzt sich für den kulturellen, sprachlichen und institutionellen Austausch ein.

Infos zur Veranstaltung:

  • 28.02.2017 - 26.03.2017
  • 12:00 - 17:00
  • Neustadt/ Orla - Stadtmuseum Neustadt/ Orla
  • mehr Infos

Location

Veranstalter

Kulturstadt Neustadt an der Orla

Ansprechpartner

Kontakt

Museum für Stadtgeschichte Neustadt an der Orla
Kirchplatz 7
07806 Neustadt an der Orla

Adresse

Museum für Stadtgeschichte Neustadt an der Orla
Kirchplatz 7
07806 Neustadt an der Orla

Stadtteil

Neustadt an der Orla
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