Sitzendorf

Sitzendorf

Wandern - Schwimmen - Waldesruh im Schwarzatal

Über Sitzendorf:

Die Namensgebung von Sitzendorf (Syczedorff) geht wahrscheinlich auf einen Grafen Sizzo von Kefernburg zurück, der im 11. Jahrhundert lebte und als Stammvater des Schwarzburger Grafengeschlechts gilt. Am 19. November 1370 wurden Sitzendorf und weitere 19 Ortschaften der Kreise Rudolstadt, Ilmenau und Neuhaus zum ersten Male schriftlich genannt. Dies bescheinigt die Urkunde A C 139 des Staatsarchivs Rudolstadt.

Im romantischen Kerbtal der Schwarza liegt das zur Verwaltungsgemeinschaft Mittleres Schwarzatal gehörende Straßendorf Sitzendorf auf etwa 320 m über NN. Zu beiden Seiten des Tales erheben sich dicht bewaldete Berge bis auf 700 m. Sitzendorf liegt im Thüringer Schiefergebirge, im Naturpark Thüringer Wald mitten im Grünen Herzen Deutschlands.

Sitzendorf ist als Kreuzungspunkt touristischer Magistralen (Porzellanstraße und Olitätenweg) sowie mit seiner Nähe zur Klassikerstraße, Bier- und Burgenstraße bzw. zum Rennsteig zu jeder Jahreszeit ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge.

Am 19. November 1370 wurde die Gemeinde in einer Erbteilungsurkunde als Syczedorff erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname geht wahrscheinlich auf einen Grafen Sizzo von Kevernburg zurück, der im 11. Jahrhundert lebte und der als Stammvater des Schwarzburger Grafengeschlechts gilt. Von 1370 bis heute hat sich die Schreibweise des Ortsnamens nur unwesentlich geändert: 1370 schrieb man Syczedorff, 1465 Sictzendorff, 1740 Sizzendorf und seit ca. 1850 Sitzendorf.

Wichtigster Erwerbszweig im Ort war der bereits im Mittelalter vorherrschende Erzbergbau, außerdem wurden Salpetersiederei sowie Pech- und Schmelzhütten betrieben. Von 1727 bis 1826 wurde außerdem Kobalt verarbeitet. 1760 gelang Georg Heinrich Macheleid in Sitzendorf als erstem nach Böttger die Herstellung von Porzellan, seine Manufaktur wurde jedoch schon 1762 nach Volkstedt verlegt, so dass die Porzellanherstellung in Sitzendorf erst nach Gründung einer neuen Manufaktur 1850 an Bedeutung gewann. Bis 1918 gehörte der Ort zur Oberherrschaft des Fürstentums Schwarzburg-Rudolstadt.

Während des Zweiten Weltkrieges mussten Frauen und Männer aus den besetzten Ländern sowie Militärinternierte aus Italien und Frankreich Zwangsarbeit leisten: auf einer Baustelle der Leuna-Werke, in der Porzellanmanufaktur, in der Landwirtschaft, in der Glasfabrik Albert Erhardt, in der Gärtnerei Hermann Heunemann und beim Bau des Marineheims. Das Grabdenkmal eines polnischen Zwangsarbeiters auf dem Friedhof ist das einzige Erinnerungszeichen an diesen Teil der Geschichte.

Zu DDR-Zeiten war Sitzendorf insbesondere Standort der Porzellan- und Werkzeugherstellung. Hier wurde auch ein Kinder-Ferienlager in Gestalt einer Zeltstadt unterhalten.

Die Region wurde bereits im vorigen Jahrhundert für den Fremdenverkehr erschlossen. Mit dem Bau der Bahnstrecke von Rottenbach nach Katzhütte um 1900 kamen Gäste aus ganz Deutschland.

Die Ruhe einerseits und die gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel ist auch heute noch Grund für viele Gäste, ihren Urlaub in Sitzendorf zu verbringen. Entspannung wird bei uns groß geschrieben. Die Gegend um Sitzendorf lädt zu ausgedehnten Bergwanderungen oder beschaulichen Spaziergängen entlang der Schwarza und ihrer Seitentäler ein. Im Ort münden von Norden der Hädderbach (Oberhainer Dorfbach) und der Blambach (Unterhainer Dorfbach) sowie die Sorbitz von Süden in die Schwarza.

Atmen Sie die reine Waldluft, erleben Sie den Zauber der Landschaft und lassen Sie sich mit herrlichen Panoramablicken, vielleicht vom renovierten und über 100 Jahre alten Bismarckturm, belohnen. Für Radfahrer wird die Gegend immer attraktiver. Auf dem 2010 fertiggestellten Schwarzatal Radwanderweg sind Touren bis zum Rennsteig oder nach Rudolstadt zur Anbindung an den Saale - Radwanderweg möglich.
Im Sitzendorfer Bauernmuseum sind altertümliche Fahrzeuge, Maschinen und ländliches Brauchtum zu sehen.

 

Quelle: Touristinformation Sitzendorf

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