Oberweißbacher Berg- und Schwarzatalbahn

Über Oberweißbacher Berg- und Schwarzatalbahn:

Im Thüringer Schiefergebirge erwartet die Besucher eine Attraktion der ganz besonderen Art: die Oberweißbacher Berg- und Schwarzatalbahn. Bereits 1895 wurde der Bau der Schwarzatalbahn durch die preußische Bahnverwaltung per Gesetz beschlossen, die 29,33 km lange Gesamtstrecke wurde 1900 in Betrieb genommen. Vorbei an Wäldern und Hügeln führt die Strecke aus dem Rinne-Tal ins romantische Tal der Schwarza bis zur Endstation Katzhütte. Auf ungefähr der Hälfte der Stecke befindet sich Obstfelderschmiede, die Talstation der Oberweißbacher Bergbahn. Hier hat man die Möglichkeit, umzusteigen und mit der Bergbahn die Hochebene um Oberweißenbach zu erklimmen.

Die Oberweißbacher Bergbahn wurde 1923 eröffnet und ist seit 1980 denkmalgeschützt. Die 1,4 km lange Standseilbahn ist die einzige breitspurige Seilbahn Deutschlands. Auf ihrem Weg von der Talstation zur Bergstation Lichtenhain überwindet sie eine maximale Steigung von 25 Prozent. Die sogenannte Abt’sche Ausweiche in der Mitte der einspurigen Strecke ermöglicht ein problemloses Ausweichen beider Wagen. In den restaurierten Originalwagen der damaligen Zeit genießt man einen herrlichen Ausblick. Bei gutem Wetter verkehrt der offene Aufsatzwagen, das »Cabrio«, der höher über dem Gleis steht und damit einen noch weiteren Ausblick ermöglicht. Einmal an der Bergstation angekommen, geht es auf der 2,5 km langen »Flachstrecke« auf dem Plateau weiter nach Cursdorf. Wer mehr über die Funktionsweise der Bahn erfahren möchte, ist auf einer Führung durch das Maschinenhaus bestens aufgehoben.

Die Bergbahn besteht aus zwei Teilen:

  • der Standseilbahn, von Obstfelderschmiede nach Lichtenhain und
  • der "Flachstrecke" der Bergbahn, von Lichtenhain nach Cursdorf

Die Konzession zum Bau wurde für eine Eisenbahnstrecke von Obstfelderschmiede nach Cursdorf erteilt, heute als Strecke Nr. 6691 der Deutschen Bahn AG geführt. Die Standseilbahn ist also ein Bestandteil dieser Eisenbahnstrecke.

Die Standseilbahn hat zwei unterschiedliche Fahrzeuge, einen “Personenwagen” und eine “Güterbühne” zum Transport normalspuriger Eisenbahnwagen bis 27 t Gesamtmasse. Sie wurde gebaut für den Güterverkehr, um die Hochebene um Oberweißbach an das deutsche Eisenbahn-Netz anzuschließen. Statt Güterwagen ist heute in der Regel ein ehemaliger Triebwagen-Beiwagen oder das "Cabrio", ein offener Wagen, auf der Güterbühne aufgesetzt.

Die  Strecke ist eingleisig und hat eine Abt´sche Ausweiche in der Mitte, wo beide Wagen aneinander vorbei fahren. Eine weitere Abt’sche Weiche in der Talstation trennt die Strecke in zwei Gleise, um den Personenwagen an den Bahnsteig und die Güterbühne an die Verladerampe zu leiten. Die Standseilbahn hat an beiden Enden jeweils Anschluß über  eine Drehscheibe an die Bahnanlagen mit Regelspur-Gleisen.

So entstand eine weltweit einzigartige Standseilbahn, funktionsfähig bis in die heutige Zeit und gleichzeitig ein "lebendes" technisches Denkmal. 

 

Quelle: Thüringen entdecken /Oberweissbacher Berg- und Schwarzatalbahn

Geschäftszeiten

Verkehrszeiten (täglich):
Steilstrecke Obsterfelderschmiede ↔ Lichtenhain: ab 06:25 Uhr bis 20:08 Uhr (Fahrten bergauf und -ab jeweils halbstündlich synchron)
Flachstrecke Lichtenhain ↔ Cursdorf: ab 05:59 Uhr bis 20:22 Uhr (Fahrten jeweils halbstündlich)

Genaue Fahrplaninformationen erhalten Sie auf dieser Seite.

Unsere Kontaktdaten

Oberweißbacher Berg- und Schwarzatalbahn
An der Bergbahn 1
98746 Mellenbach-Glasbach

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