Orlamünde

Orlamünde

das "Thüringische Bethlehem"

Über Orlamünde:

Wegen seiner hochgebauten Lage wird Orlamünde das ,,Thüringer Bethelhem´´genannt. Orlamünde teilt sich in Ober- und Unterstadt und liegt Jena und Rudolstadt. Lang gezogen auf einem steilem Bergkamm erstreckt sich die Oberstadt, fast 100 m über der Saale. Die Unterstadt, im Volksmund Naschhausen genannt, wo die Orla in die Saale mündet, liegt die Bahnlinie Berlin-München.
Orlamünde kann auf eine reiche Historie zurückblicken, wobei die Stadtgründung im Jahre 1344 erfolgte. Die Orlamünder Grafen waren ein bedeutendes Grafengeschlecht. Von der Burg der Orlamünder Grafen ist heute nur noch die weithin sichtbare Kemenate erhalten, um die sich auch die Sage von der ,,Weißen Frau´´ rankt. Das Rathaus wurde im spätgotischen Stil von 1493-1502 erbaut. 
 
Mit seinen ca. 1200 Einwohnern zählt Orlamünde zu einer der kleinsten aber reizvollsten Städte Thüringens, in denen alte Traditionen noch gepflegt werden. Zu erwähnen sind: Die Winteraustreibung mit dem Strohbären, Flurzug, Burgfest, Kirmes und Karneval seit 1996 auch das Burgfest mit Mittelaltermarkt am Fuße der Kemenate.
 
Die hochgebaute Stadt, mit ihrem historischen Stadtkern, dem oberen Tor, den Resten des ehemaligen Wilhelmiterklosters und der Marienkirche, geweiht 1194 durch Erzbischof von Mainz, bietet neben kulturhistorischen Baudenkmälern dem Besucher einen herrlichen Blick ins Saale- und Orlatal. Ca. 40 km gut beschilderte Wanderwege, in der noch unberührten Natur in und um Orlamünde, laden zu ausgedehnten Wanderungen ein.

Der Ort erlangte während der Reformation Bedeutung durch das Wirken des radikalen Reformers Andreas Bodenstein (1486-1541), genannt Karlstadt. Der besaß hier Pfründe und hatte 1523 die Pfarrei Orlamünde übernommen.  Beunruhigt von den Vorgängen im Saaletal, hatte Luther sich vom Kurfürsten eine Erlaubnis zur Visitation eingeholt, die er im Sommer 1524 realisierte. Nachdem er wenige Tage zuvor in Jena war, folgte er am 16. August einer Einladung zu einer Versammlung mit dem Rat und den Bürgern von Orlamünde. Man kam in kaum einem Punkte überein. Der ansonsten wortgewaltige Reformator Luther war in Not geraten - dies dann sogar körperlich, wie er sich später erinnert: „fahr hin in tausend Teufels Namen, dass du den Hals brächest, ehe Du zur Stadt hinaus kömmst“, sollen die aufgebrachten Orlamünder ihm beim eiligen Davonfahren als „Segen“ mitgegeben haben.

An Luther in Orlamünde erinnern:
Die Stadtkirche St. Marien am Kemenatenberg. Aus der Zeit, da hier Karlstadt predigte (Gedenkstein), ist im Inneren nichts mehr vorhanden. Ein seltenes Beispiel für die im 16. Jahrhundert verbreitete Porträtdarstellung führender Vertreter des Protestantismus ist die Gedenktafel aus Pappmaché für den sächsischen Kurfürsten Johann Friedrich;
Das Doppelhaus Markt 44/46. Im nicht mehr vorhandenen Saal der ehemaligen Raststätte versuchte Martin Luther die Orlamünder seinerzeit auf den rechten Weg zurückzubringen. Das auf historischen Kellern stehende Doppelhaus ist ein Bau aus nachreformatorischer Zeit. Eine Tafel erinnert an das hier stattgehabte Streitgespräch zwischen Martin Luther und den Orlamündern.

 

Quelle: vg-suedliches-saaletal.de/ thueringen-entdecken.de

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