Rittergut Positz

Über Rittergut Positz :

Das Rittergut Positz ist weit mehr als ein über Jahrhunderte gewachsener historischer Vierseithof mit Herrenhaus, Torhaus und verschiedenen Scheunengebäuden.

Die imposante Erscheinung der wehrhaft, fast klosterartig angelegten Gebäude und die abgeschiedene Lage – idyllisch zwischen Wiesen, Wäldern und Teichen, machen es unverwechselbar. Die Historie des Rittergutes reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück und erzählt von tapferen Rittern, reichem Adel und fleißigen Mägden.
Es ist die Erfüllung der Sehnsucht nach den authentischen und natürlichen Dingen, die diesen Ort so schön und erholsam macht.

Historie (1074 bis 1997)
1074
Das zum Besitz der Grafen von Groitzsch gehörende Vorwerk Positz ist Teil des Rittergutes Oppurg.

Der Graf von Groitzsch oder dessen Sohn Heinrich verlor den Besitz aber an die Grafen v. Orlamünde, von denen er später an die Herren von Arnshaugk ging.

1125
Der Burgvogt Moritz v. Brandenstein erlangt den Besitz Rittergut Positz und es sollte über sechs Jahrhunderte in dessen Familienbesitz bleiben.
Es kann nicht eindeutig geklärt werden, in welchem Umfang damals in Positz bereits Gebäude und Ansiedlungen bestanden. Man geht davon aus, dass Positz in der Zeit der Brandensteins gewachsen ist. Beispielsweise wurden Felder dem Walde durch Rodung abgewonnen. Die durch Vererbung wechselnden Eigentümer innerhalb der Brandensteinschen Linie sind für die Errichtung der ältesten heute noch vorhandenen Gebäudeteile verantwortlich.

1550 wurde im Kern des ehemaligen Gesindehauses ein für damalige Verhältnisse komfortables zweigeschossiges Wohnhaus errichtet. Hier findet man heute noch die typischen Türgewände aus der Renaissancezeit. In diesem Gebäudeteil befindet sich jetzt das Wirtshaus.

1680 baute man das massive zweigeschossige Herrenhaus an der Südecke im barocken Stil. , welches aber aus unbekannten Gründen nicht vollständig ausgebaut wurde. Die barocke Stuckdecke aus dieser Zeit konnte zum Teil gesichert werden.

1729
Nach mehrfach wechselnden Besitzverhältnissen in der Brandensteinschen Familie verkaufte Hans Georg von Brandenstein im Jahre 1729 das Gut an den Grafen Cajas Rudolf von Einsiedel

1745
erwarb Graf Julius Gebhard von Hoym Schloss Oppurg. Hoym war der Neffe des Grafen Adolf Magnus von Hoym, Kammerpräsident des sächsischen Kurfürsten August des Starken und Ehemann der Anna Constantia von Brockdorf, bevor diese als Gräfin Cosel zur bekanntesten Mätresse Augusts wurde.

1752
Hoym konnte auch die zu Oppurg gehörenden fünf landwirtschaftlichen Güter kaufen, darunter das Vorwerk Positz II. Teils, das als einziges von drei Positzer Gütern heute noch steht.

1755
Der Graf von Hoym ließ das Gut grundlegend umgestalten und als Vierseithof schließen. Am Torhaus deutet die Inschrift „I.G.G.V.H.“ – Julius Gebhard Graf von Hoym mit einer 12-zackigen Krone auf dessen Bautätigkeit hin.

1769
Nach dem Tod des Grafen Hoym war das Gut bis 1945 in Hohenloheschem Besitz. Das Herrenhaus diente als Hofmeisterwohnung und als Lager.

1945
Das Fürstenhaus Hohenlohe-Öhringen wurde im Zuge der Bodenreform enteignet und der Besitz wurde Volkseigentum.

1979
Die letzten Bewohner des Herrenhaus verlassen das Rittergut. Bis auf die Scheunen, die bis zur Wendezeit von einer LPG landwirtschaftlich genutzt wurden, erfährt die Anlage kaum noch Pflege. Das Herrenhaus hatte man sogar dem Verfall preisgegeben: Feuerwehr und Kampfgruppen nutzten es als Übungsobjekt.

1989
Die historischen Gebäude sind nun vollständig herrenlos und geraten in Vergessenheit. Neuer Eigentümer wird die Treuhand und deren Nachfolgegesellschaft BVVG.

1992
Die geschichtliche und landschaftsbildprägende Bedeutung der Anlage wurde nicht verkannt und war maßgebend für die Einordnung in den Denkmalbestand Thüringens als Einzeldenkmal.
Bemerkenswert ist, dass das Rittergut in den Jahrzehnten der Existenz der DDR von störenden Umbauten bzw. Veränderungen oder Teilabrissen weitgehend verschont geblieben ist, wodurch die Anlage einen hohen Zeugniswert besitzt.

Am 1997 kaufte Fam.  Schwarzer das marode Rittergut von der Bodenverwertungs- und Verwaltungsgesellschaft mit dem Ziel, dieses als Kulturgut zu erhalten und es unter heutigen Gesichtspunkten sinnvoll zu nutzen. Seit dieser Zeit versucht Fam. Schwarzer das Alte zu bewahren, damit auch folgende Generationen die einzigartige Schönheit des Rittergutes bewundern können.

 
Quelle/ Bildquelle: Rittergut Positz GmbH 
 

  • Email:
  • Branche:Erlebnis-Karte

Unsere Kontaktdaten

Rittergut Positz
Rittergut Positz 1
07381  Oppurg

So finden Sie uns

Teile diese Profilseite: