Museum642

Museum642

Spannende Zeitreise durch die Region zum Sehen,Anfassen und Staunen

Über Museum642:

Pferdehimmel, Schwarze Küche und eine begehbare Litfaßsäule - das alles und vieles mehr gibt es am Klosterplatz 2-4-6 in Pößneck zu entdecken. Das Denkmalensemble aus drei geschichtsträchtigen Gebäuden steht auf dem Gelände des ehemaligen Karmeliterklosters, das hier vor 700 Jahren gegründet wurde und bis zur Reformation bestand, womit Geschichte am authentischen Ort erzählt werden kann. Die Raumstruktur des historischen Gebäudekomplexes ist nahezu original erhalten.
Kein Raum gleicht dem anderen. Eine Besonderheit bilden auch die beiden Bohlenstuben aus den Jahren 1448 und 1453, die zu den ältesten erhaltenen Beispielen ersten Wohnkomforts in Thüringen zählen.


Im Museum selbst können die Besucher ausgehend vom überdachten Innenhof alle Museumsebenen auf einer individuellen Runde erkunden und Stadtgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart mulitmedial erleben.

Eine Entdeckungs- und Zeitreise jedes Alter
Das Pößnecker Museum642 ist ein Erinnerungs- und Lernort. Drei aus unterschiedlichen Zeiten stammende Häuser prägen dieses einmalige Ensemble, das schon äußerlich zu den interessantesten Museumsbauten in Thüringen gehört. Im Innern bietet es weit mehr als einen Rundgang durch die Stadtgeschichte. Die Erzählebenen reichen von multimedialen Einblicken in größere geschichtliche Zusammenhänge und Hörstationen mit authentischen Einzelschicksalen bis hin zum Objekt in klassischer Präsentationsform.

Museumskater Franz Adelbert Hüthling, dessen Figur an den in Pößneck gedrehten DEFA-Klassiker „Moritz in der Litfaßsäule“ angelehnt ist, führt unterhaltsam in einem Film durch die städtische Entwicklung. Vom Kinoraum begeben sich die Besucher über ein Lichtleitsystem auf Entdeckungsreise durch das vielgestaltige Haus, in dem kein Raum dem anderen gleicht. Die Museumskonzeption greift diese Spezifik als einmalige und besonders reizvolle Herausforderung auf. Jedes Raumthema nimmt Bezug auf das Vorgefundene und arbeitet mit der historischen Bausubstanz.

Ein Beispiel soll das exemplarisch illustrieren. In einer der beiden aus dem späten Mittelalter stammenden Bohlenstuben werden Zimelien, wertvolle Urkunden und Schriften, präsentiert. Die Schöffenspruchsammlung aus dem 15. Jahrhundert, die als Musterbeispiel für eine einheitliche Rechtssprechung in die deutsche Rechtsgeschichte eingegangen ist, geht auf Stadtschreiber Johann Jeche zurück. Über sein Leben informiert in anschaulicher Form ein Trickfilm, der in einem Guckkasten zu sehen ist. Wer nach dem Blick in die Schreibstube Lust hat, sich selbst mit alten Schriften zu versuchen, kann das an einem interaktiven Schreibpult tun. Lokale Stadtgeschichte wird nicht nur bei dieser Thematik mit den Entwicklungen der Zeit verbunden. Das Pößnecker Museum lässt anhand konkreter Ereignisse Geschichte für Besucher aller Altersgruppen lebendig werden.

Vom Einzelschicksal zu Ereignissen der deutschen Geschichte
Luther-Anhänger Bonifatius von Roda kommt mit seinen Predigten gegen die Bilderstürmerei ebenso zu Wort wie der Porzellanfabrikant Conta oder die Vagantin Leinin, die vom harten Leben auf der Straße berichtet. Anzutreffen ist sie am Reiseweg, den Goethe viele Male passierte. Eine Schwarze Küche, die Miniaturist Gerhard Bätz (Rococo en miniature) als sein letztes Werk eigens für Pößneck geschaffen hat, vermittelt in Bild und Ton die Arbeit einer Dienstmagd bei der Speisezubereitung im 17. Jahrhundert. Immer wieder werden Geschichte und Geschichten miteinander verbunden. Die spektakuläre Ballonflucht zweier Pößnecker Familien aus der DDR ist anhand von Originalaufnahmen der Nachrichtensender auf beiden Seiten der Mauer dargestellt und aus der Duschbrause eines Friseursalons erfahren die Besucher mehr zur »Haarschneideaktion« von 1969, bei der junge Männer zwangsweise kurz geschoren wurden. Im Kino und in Themenräumen vermitteln historische Filmaufnahmen ergänzend einen Eindruck in das Stadtleben des 20. Jahrhunderts.

Auch der Raum Archäologie ist exemplarisch für die inhaltliche und gestalterische Vorgehensweise. In Vitrinen werden Funde bedeutender Grabungsfelder von Pößneck und Umgebung vorgestellt. Das absolute Prunkstück, die Replik des Maskenarmreifs eines keltischen Kriegers, zeigt das erste menschliche Porträt aus der Region. Ein Pferdeskelett, das bei Bauarbeiten hier gefunden wurde, hat seinen endgültigen Platz im »Pößnecker Pferdehimmel« erhalten. Präsentiert wird das Thema in einem Raum mit fensterlosen Natursteinmauern, die vom ehemaligen Karmeliterkloster aus dem Mittelalter erhalten geblieben sind.

Pößneck gehörte um 1900 zu den prosperierendsten Städten in Thüringen. Die lange Tradition, auf die die Porzellan- und Textilindustrie zurückblicken kann, findet sich im Museum642 ebenso wieder wie die Druckindustrie, die zur größten in ganz Deutschlandzählte. Wer wissen möchte, was Hoch-, Tief- und Offsetdruck ganz praktisch bedeuten, kann sich eine entsprechende Druckplatte mit der Stadtansicht von Pößneck abrubbeln. Schließlich wird dem Besucher auch Eintritt in eine Schatzkammer gewährt: Die Schausammlung vermittelt mit Porzellan, Keramik, Bronzen und Bildern einen Blick in die Bestände.

Auf der Entdeckungs- und Zeitreise im Museum642 erleben Sie:

››› Guckkästen mit Trickfilmen zu historischen Persönlichkeiten vom Mittelalter bis in die Neuzeit
››› Hör- und Filmstationen mit authentischen Einzelschicksalen
››› Schwarze Küche mit einem liebevoll gestaltetem „Miniatur-Modell“ von Gerhard Bätz
››› Moritz in der Litfaßsäule – ein beliebter DEFA-Film in Pößneck gedreht
››› Hausgeschichten aus acht Jahrhunderten
››› Thematische Räume von archäologischen Ausgrabungen bis zum 21. Jahrhundert
››› Fließband und Transmissionsantrieb zur Industriegeschichte
››› Original Pferdeskelett im »Pößnecker Pferdehimmel«
››› Anschauliche Stadtgeschichte auf Bilderfriesen
››› Historische Filme zur Stadt- und Industriegeschichte
››› Einblicke in die Sammlung (Malerei, Grafik, Porzellan, Keramik, Plastik u.v.m.)

 

 

 

 

 

Quelle / Bildquellen: Museum 642 Pößneck /kindermuseum-thueringen.de

Unser Vorteil für Sie

Der Unser Thüringen - Meer erleben Vorteil für unsere Kunden

mit der ThüringenCard freien Eintritt in das Pößnecker Stadtmuseum

Museumspädagogische Angebote


Grundschule | Angebote ab 6 Jahren

Von Buchmachern und Porzellanmalern – Berufe, die Pößneck ausmach(t)en
Es gibt Berufe, die sind so alt wie Pößneck selbst. Viele haben sich aber auch verändert oder es gibt sie heute hier nicht mehr. Was genau Gerber, Tuchmacher, Porzellanmaler und Buchmacher taten, wo man sie in Pößneck finden konnte und was heute aus diesen alten Berufen geworden ist, erleben Schülergruppen auf einem interaktiven Rundgang durch das Museum. Mit vertiefendem Kreativangebot zum Thema Porzellanmalen oder Zunftwappen.

Auf Schatzsuche im Museum 642
Das Museum 642 ist noch ganz jung, aber die Häuser, in denen heute singende Frösche und uralte Bücher, Ledertaschen, Kakao und vieles mehr zur Pößnecker Stadtgeschichte zu sehen ist, sind sehr alt. Und wie jeder weiß, spukt es in alten Gemäuern. Aber keine Angst! Die Geister im Museum sind freundlich und helfen sogar dabei, den Museumsschatz zu finden. Auf der spielerischen Entdeckungstour lernen wir Stadtgeschichte und Museum einmal von einer ganz neuen Seite kennen. Mit vertiefendem Kreativprogramm und kleinem Schatz zum Mitnehmen.

6-4-2 – Das Museum für die Westentasche
Wie kommt ein Pferdeskelett ins Museum ? Warum legt man kaputte Porzellanpüppchen in die Vitrine ? Und wer entscheidet eigentlich, was im Museum gezeigt werden soll ? Auf diesem etwas anderen Museumsrundgang kann jedes Ding im Museum zum Thema werden, und wir entdecken gemeinsam, was ein Ausstellungsstück wertvoll macht. Im anschließenden Kreativprogramm kann sich jeder sein eigenes kleines Museum für die Westentasche basteln. Wichtig: Streichholzschachtel und einen kleinen (Fund-)Gegenstand, der in die Schachtel passt, mitbringen !
Mit vertiefendem Kreativangebot und Mini-Museum zum Mitnehmen.

 

Sekundarstufe I | Angebote ab 10 Jahren

Mönche, Pest und alte Bücher – Alltag und Lebenswelt im ausgehenden Mittelalter
Vor 500 Jahren stand mitten in Pößneck das Kloster der Karmelitermönche. Doch wie lebten die Pößnecker damals, was taten die Mönche den ganzen Tag und wie beeinflussten sie das Stadtleben ? Auf dem gemeinsamen, entdeckenden Rundgang erfahren wir, was eine Wasserrinne, eine schwarze Küche, handgeschriebene Bücher und die Wehranlagen der Stadt mit dem Leben vor 500 Jahren zu tun haben und wo die Mönche eigentlich geblieben sind.
Mit vertiefender Kreativwerkstatt zum Thema Schreiben im Mittelalter.

Pößneck unter Dampf – Stadt und Lebenswelt zur Zeit der Industrialisierung
Vor 150 Jahren beginnt Pößneck über seine mittelalterlichen Grenzen hinauszuwachsen und die Welt wird gleichzeitig immer kleiner. Dampfmaschinen, neue Fabriken und die Eisenbahn verändern das Gesicht der Stadt und das Leben ihrer Einwohner. Schon Johann Wolfgang Goethe nannte Pößneck ein »nahrhaft Städtchen«. Was genau die Städter damals nährte und wie die folgenden Veränderungen der sogenannten Gründerzeit die Stadt bis heute prägen, wird erlebbar auf dem gemeinsamen Rundgang durch die Ausstellungsräume.
Mit vertiefendem Werkstattangebot zu Sachzeugen.

6-4-2 – Wie kommt die Wasserleitung ins Museum? Museum mal anders
Was macht einen Gegenstand zum Museums-Exponat ? Wer entscheidet, wie ein Thema ausgestellt und präsentiert wird, und kann man das auch anders machen ? Was ist eigentlich ein Museum ? Auf dem interaktiven Rundgang durch das Museum 642 finden wir es heraus und lernen die Sprache von Ausstellungen lesen. Im Workshop können kleine Teams schließlich den Versuch starten, neue Wege für die Präsentation von Themen und Objekten zu finden.
Mit vertiefendem Kreativangebot zum Thema Ausstellen.

 

Alle Altersgruppen

Kindergeburtstag im Museum
Folgende Themen können zum Kindergeburtstag gebucht werden:
6-4-2 – Das Museum für die Westentasche ; Auf Schatzsuche im Museum642
Von Buchmachern und Porzellanmalern – Berufe, die Pößneck ausmach(t)en
Auf Schatzsuche mit dem Museumskater
Der Museumskater erzählt Geschichten aus dem alten Pößneck
Mönche, Pest und Bücher – Alltag und Lebenswelt im ausgehenden Mittelalter

Geschäftszeiten

Öffnungszeiten:
Mo, Di, Fr, Sa        11:00 - 16:00 Uhr 
Mi                        geschlossen
Do                       11:00 - 18.00 Uhr
So                       13:00 - 17:00 Uhr

an Feiertagen        geschlossen

Eintrittspreise:
Erwachsene: 3,50 Euro
Kinder/Schüler bis 20 Jahre: 2,00 Euro
Kinder bis 6 Jahre frei.
Familienkarte (Eltern mit bis zu 3 Kindern): 7,00 Euro
Jahreskarte: 20,00 Euro
Schulklassen pro Schüler: 1,00 Euro
(Lehrer und Begleitpersonen frei)

Angebote Kulturvermittlung & Führungen:
Führungspauschale – 60 Minuten: 25,00 Euro
Führungspauschale – 90 Minuten: 37,50 Euro
Führungspauschale – 2 Zeitstunden: 50,00 Euro
Führungspauschale – 3 Zeitstunden: 75,00 Euro
Zzgl. Eintrittspreis pro Teilnehmer

 

Unsere Kontaktdaten

Museum642
Klosterplatz 2-4-6
07381 Pößneck

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