Hirschberg

Über Hirschberg:

Die Stadt Hirschberg findet in einer Urkunde aus dem Jahre 1296 zum ersten Mal Erwähnung. 1479 bestätigte der Böhmenkönig Wladislaw wichtige Stadtrechte, wie z.B. das Braurecht oder Fischrecht. Wegen jahrhundertlanger Auseinandersetzungen mit der jeweiligen Schlossherrschaft mussten die Stadtrechte des öfteren in Prag neu verbrieft werden.

Das Wirtschaftsprofil der Stadt bestimmte bis 1992 die Lederherstellung. Aus einer kleinen Gerberei entwickelte sich in der 1. Hälfte des 20. Jh. die größte Sohlenlederfabrik Deutschlands, die Lederfabrik des Heinrich Maximilian Knoch. Zu DDR-Zeiten wurden im VEB Lederfabrik etwa 30 verschiedene Lederarten und jährlich mehr als 2 Millionen Quadratmeter Oberleder hergestellt. Nach dem Konkurs 1992 folgte der Abriss der Lederfabrik, der 1996 seinen Abschluss fand.Im ehemaligen Bürogebäude entstand das Museum für Gerberei- und Stadtgeschichte, welches Dokumente und Objekte der Gerbereigeschichte sammelt und bewahrt. Seit 2008 zeigt das Museum mit der Dauerausstellung „Von der Kuh zum Schuh“ den langen und arbeitsintensiven Werdegang von der rohen Tierhaut bis zum fertigen Leder. Das Freigelände mit Gerbfass, Gerberfiguren und Gerbgrube sowie ein Lehrfilm aus dem Jahre 1930 runden den Museumsbesuch ab. Der Komplex „Firmengeschichte“ befindet sich im Aufbau.

Über der Stadt thront auf dem Lohberg das Schloss, ein schlichter Barockbau. Von hier aus hat man eine herrliche Aussicht auf die Stadt, die Saale und das gegenüberliegende oberfränkische Land. Unterhalb des Schlosses erreicht man über einen Hängesteg den Naturpark „Hag“. Mit seinem zum Teil 200 Jahre alten Baumbestand lädt er heute zum Erholen und Wandern ein. Aufgrund der einstigen Abgeschiedenheit im Sperrgebiet hat sich hier ein einzigartiges Biotop entwickelt. Seit 1991 steht im „Hag“ die lange Bank, die aus nur einem Fichtenstamm gefertigt wurde. 2002 erneuert, ist diese heute 30,12 m lang und bietet 97 Sitzplätze. In den Sommermonaten lädt eine Bootsstation zum Gondeln ein.

Hirschberg ist eine familienfreundliche Stadt, bietet Bauland für Eigenheime, eine hochmoderne Kindertagesstätte sowie eine Regelschule. Die Saalestadt verfügt über ein reges Vereinsleben, Sportplätze und ein Freibad. 1948/49 wurde in Hirschberg das erste Kulturhaus der damaligen DDR errichtet. Nach einer umfangreichen Sanierung lädt die moderne Kultureinrichtung mit ca. 700 Sitzplätzen und anspruchsvoller gastronomischer Versorgung vor Ort zu den verschiedensten Veranstaltungen ein.

Alljährlich erwartet das traditionelle Wiesenfest am letzten Augustwochenende seine Gäste.

Ob zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Auto - Gaststätten, ein Hotel oder Privatquartiere verwöhnen die Besucher mit der sprichwörtlichen Thüringer Gastlichkeit.

Die Ortsteile Göritz, Sparnberg, Ullersreuth und Venzka mit Juchhöh sind entlang der Saale angesiedelt. Besonders Sparnberg liegt sehr reizvoll im Saaletal. Hier empfiehlt sich ein Besuch der Kirche. Das 1437 erbaute Gotteshaus konnte Dank vieler privater Spenden saniert,  renoviert und damit vor dem Verfall gerettet werden. Gestühl, Emporen und Decke bestehen aus jahrhundertealtem naturbelassenem Holz. Teilweise befinden sich noch Ausmalungen an den Wänden der Kirche.

 

Quelle: Stadt Hirschberg

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