Bad Blankenburg

Bad Blankenburg

Bad Blankenburg – Erholungsort im Schwarzatal und Wiege des Kindergartens

Über Bad Blankenburg:

Entdecken und erleben Sie die lehrreichen Stationen entlang des Fröbelwanderweges. Der „Fröbelblick“- ein Denkmal und gigantischer Aussichtspunkt zugleich – rundet Ihre Wanderung ab. Das Wander- und Erholungsgebiet um Bad Blankenburg grenzt an den Thüringer Wald, an das Thüringer Schiefergebirge und steht sinnbildlich für das Tor zum Schwarzatal, eines der ältesten Naturschutzgebiete Thüringens, und damit ein idealer Ausgangspunkt für Wander- und Radtouren sowie zu zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Erleben Sie den Trendsport Wandern auf dem Thüringenweg, dem Fernwanderweg Eisenach-Budapest und auf dem zertifizierten Wanderweg „Panoramaweg Schwarzatal“. Das Wahrzeichen der Stadt ist die Burg Greifenstein. Die Burg ist eine der größten deutschen Feudalburgen und war die Stammburg der Grafen und Fürsten von Schwarzburg, Blankenburger Linie.

Der Ort Blankenburg wurde 1267 erstmalig in einem Stiftungsbrief des Saalfelder Nonnenklosters erwähnt.
Es ist anzunehmen, dass die Siedlung schon Jahrzehnte früher existierte. In einem Lehnsbrief von 1323 wird Blankenburg das 1. Mal als Stadt erwähnt. Nach der Erbteilung innerhalb der Grafschaft Schwarzburg entstand ab 1285 eine Linie Schwarzburg-Blankenburg, der der 1349 zum deutschen König erwählte Graf Günther XXI. entstammt. Dieser wurde 1304 auf der Burg Greifenstein geboren. Sein Königtum dauerte allerdings nur einige Monate an.
 
Im Mittelalter war Blankenburg ein typisches Ackerbürgerstädtchen. Außerdem baute man noch Wein an und Silber ab. Diese beiden Wirtschaftszweige verloren aber nach und nach an Bedeutung und wurden später durch andere wie z. B. den Lavendelanbau oder den Kur- und Badebetrieb ersetzt.

Eine Zäsur in der Baugeschichte unserer Stadt war sicherlich der große Stadtbrand von 1744. Hier verlor Blankenburg fast den kompletten Bestand an Bausubstanz. In mühevoller Arbeit mussten die Gebäude (wie z. B. das Rathaus 1750) neu errichtet werden.

Wissen Sie, wo Ihre Kinder spielen lernten? Hier, in der Kur- und Lavendel-Stadt Bad Blankenburg, wurde der „Kindergarten“ geboren! Der Pädagoge und Klassiker Friedrich Fröbel gründete 1840 in Bad Blankenburg den ersten deutschen Kindergarten. Das schöne Wort „Kindergarten“ vereint drei unzertrennliche Werte: Arbeit, Familie und Kinderbetreuung. Fröbels Lebenswerk finden Sie liebevoll präsentiert im weltweit bekannten Fröbelmuseum in Bad Blankenburg.

Im selben Jahr wurde der Kur- und Badebetrieb mit der Errichtung einer Kaltwasserheilanstalt im jetzigen Kurpark aufgenommen. Die Heilquelle St. Antonius, ein Natrium-Calcium-Chlorid-Wasser, kann im Pavillon des Kurparks jederzeit probiert werden. Ob nun die japanische Kirschblüte im Frühling, der Rosenbrunnen oder das Kneipp-Tretbecken, ein Stück Schönheit und Gesundheit nimmt jeder Besucher des Kurparks mit. Bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges entwickelte sich Blankenburg zu einem florierenden Kurstädtchen, Sanatorien wurden gebaut, ein Villenviertel entstand.

Um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert erfolgte der Anschluss an Eisenbahn, Wasser, Kanalisation, Telefon und Elektrizität. Im Jahre 1911 verlieh Fürst Günther von Schwarzburg-Rudolstadt dem Ort die Bezeichnung "Bad Blankenburg, Thüringerwald".


Nach dem Ersten Weltkrieg entschied sich der "Verband der Turnerschaften auf deutschen Hochschulen" (V.C.) für Bad Blankenburg als Tagungsstätte. Diese Vereinigung war maßgeblich an der Wiedererrichtung des Turmes der Burg Greifenstein (1928), der Schaffung der Sportanlage unter dem Hainberg (1931, heute Landessportschule) und dem Bau der Stadthalle (1931) beteiligt. Noch heute besuchen Mitglieder des Coburger Convents (C.C.) alljährlich zu Pfingsten unsere Stadt.
 
Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich Bad Blankenburg zu einem Urlaubsort mit Industrie. Im Zuge der deutschen Wiedervereinigung erfolgte naturgemäß eine gewaltige Umstrukturierung. Neben dem Aufbau eines starken Mittelstandes liegt ein Hauptaugenmerk auch auf der Wiederbelebung des Kurbetriebes. Hierfür wurden im Jahre 1995 im Badewäldchen eine Thermal- und eine Mineralquelle hoher Qualität erbohrt.

In Erinnerung an die schon erwähnte Tradition des Lavendelanbaues feiert Bad Blankenburg seit 1997 jedes Jahr im Sommer das Lavendelfest.

Im Städtedreieck Saalfeld-Rudolstadt-Bad Blankenburg gelegen, hat die Stadt Bad Blankenburg ideale Anbindungen an die kulturhistorischen Städte Thüringens, wie zum Beispiel Jena, Erfurt und Weimar.

 

 

 

 

 

Bildquelle: Stadt Bad Blankenburg

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